Der letzte Akt?
Trennungsgespräche gehören zu den schwierigsten Aufgaben einer Führungskraft.
Eine Trennung sollte allerdings nur selten völlig überraschend stattfinden. Erwartungen, Probleme und notwendige Veränderungen müssen vorher offen angesprochen worden sein.
Für mich gehören deshalb Klarheit und Fairness zusammen.
Wer einem Mitarbeiter über längere Zeit vermittelt, alles sei in Ordnung, und anschließend überraschend eine Trennung verkündet, hat auch als Führungskraft einen Teil des Problems geschaffen.

Klar kommunizieren
In einem Trennungsgespräch sollte eindeutig gesagt werden, worum es geht.
Beschönigungen, vorgeschobene Gründe oder der Versuch, Verantwortung auf Kolleginnen und Kollegen abzuschieben, beschädigen Vertrauen und erschweren die Situation zusätzlich.
Würde bewahren
Auch wenn die Zusammenarbeit endet, bleibt der respektvolle Umgang wichtig.
Menschen definieren sich häufig stark über ihre berufliche Tätigkeit. Eine Trennung kann deshalb erhebliche persönliche Auswirkungen haben.
Eine Führungskraft sollte das berücksichtigen, ohne notwendige Entscheidungen unnötig hinauszuzögern.
Verantwortung übernehmen
Eine Trennung ist keine Aufgabe, die vollständig an Personalabteilungen delegiert werden sollte.
Wer einen Mitarbeiter geführt hat, sollte auch bereit sein, schwierige Gespräche selbst zu führen und die eigene Entscheidung zu vertreten.
Rechtliche und personalwirtschaftliche Fragen gehören selbstverständlich in professionelle Hände.
Die menschliche Verantwortung bleibt trotzdem bei der Führungskraft.
Für mich gilt deshalb: Auch wenn eine Zusammenarbeit endet, sollte niemand unnötig sein Gesicht verlieren.